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Termingerechter Bezug des Neubaus für den Geschäftsbereich Fahrweg im Betriebshof Heinrich-Alfes-Straße
geschrieben von: Gleistreff - Redaktion ()
Datum: 16. März 2010 16:33

Trotz des langen und harten Winters ist der Neubau des Geschäftsbereichs Fahrweg der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg auf dem Betriebsgelände Heinrich-Alfes-Straße nach rund einem Jahr Bauzeit termingerecht bezugsfertig geworden. Am 15. März 2010 wurden der zweigeschossige Werkstatt- und Bürobau, Lagerräume, eine Maschinenhalle und eine beheizte Fahrzeughalle offiziell eingeweiht.

In den neuen Gebäuden finden rund 70 Mitarbeiter der Meistereien für Gleisbau, Fahrleitung sowie Licht- und Kraftstrom, die bisher in teilweise über 100 Jahre alten Gebäuden in der Maximilianstraße untergebracht waren, optimale Arbeitsbedingungen vor. „Durch die kürzeren Wege und modernen Anlagen ergeben sich erhebliche Synergieeffekte“, machte der VAG-Vorstandsvorsitzende Herbert Dombrowsky bei der Einweihungsfeier deutlich. „So können die Abläufe weiter optimiert werden. Außerdem sind die Mitarbeiter besser vor Witterungseinflüssen geschützt.“ Weitere Vorteile bringt die Nähe zur Straßenbahnwerkstatt. So können beispielsweise manche Maschinen gemeinsam genutzt und der Müll gemeinsam entsorgt werden. Und nicht zuletzt fällt die Energiebilanz der Gebäude erheblich besser aus als die der alten Gebäude in der Maximilianstraße.

Beim Bau blieb die VAG dem Motto „Ökologischer Betriebshof“ treu: Zwei von drei kleinen Waldstücken auf dem Gelände blieben erhalten. Dächer wurden begrünt. Die neuen Gebäude wurden nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (ENEV) 2007 gebaut, was in etwa dem Standard eines KfW 60-Hauses entspricht. „Das heißt, der Jahres-Primärenergiebedarf ist auf maximal 60 Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche beschränkt und entspricht damit dem Verbrauch eines sogenannten Niedrigenergiehauses“, erklärt Projektleiter Florian Gräf und fügt erläuternd hinzu: „In der Maximilianstraße lag der Verbrauch teilweise bei rund 200 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr.“ Für die VAG bedeutet dies voraussichtlich eine Ersparnis von der Hälfte bis zu zwei Dritteln im Vergleich zu den bisherigen Heizkosten. Neben einer effektiven mineralischen Wärmedämmung und Wärmeschutzverglasung trägt dazu auch die Dachbegrünung bei, die durch ihren Aufbau im Winter dämmend wirkt. Außerdem leistet diese einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung des Kleinklimas, indem sie die Luft befeuchtet und für Abkühlung sorgt. Sie verbessert die Schalldämmung und filtert Staub aus der Luft heraus. Schließlich senkt diese ökologisch sinnvolle Maßnahme auch die Kosten für die Entwässerung.
Umzug bis 24. März abgeschlossen

Insgesamt stehen dem Geschäftsbereich Fahrweg in der Heinrich-Alfes-Straße künftig rund 15.000 Quadratmeter Grundstücksfläche und etwa 5.000 Quadratmeter Brutto-Gebäudefläche zur Verfügung. Die Riegelbebauung von Nord nach Süd fügt sich gut in den städtebaulichen Kontext der Umgebung ein. Die zweigeschossigen Gebäude werden von der N-ERGIE Aktiengesellschaft mit Fernwärme beheizt. Das Hauptgebäude beherbergt die Werkstätten für Gleisbau, Fahrleitung sowie Licht- und Kraftstromanlagen, Sozial- und Technikräume, Büros, Werkstätten, Lager und Archiv.

Der Umzug von der Maximilianstraße ist bereits in vollem Gang und wird bis zum 24. März abgeschlossen sein. Bis dahin werden noch zahlreiche schwere Maschinen mit einem Einzelgewicht von bis zu 23 Tonnen den Weg von der Maximilianstraße in die Heinrich-Alfes-Straße antreten, rund 300 Paletten Material sowie die Büroeinrichtung und Ausrüstung von 70 Mitarbeitern.

Im Zuge des Neubaus werden auch veraltete Geräte und Maschinen ersetzt. So sind beispielsweise das Schmiedefeuer und die Schleifbox in der Gleisbauwerkstatt erneuert worden. Der Schmiedehammer aus dem Jahr 1981 tut dagegen weiterhin seinen Dienst. Neben der Schmiede befinden sich im Erdgeschoss der Arbeitsplatz für Weichenmechanik, Schweißplätze, der gemeinsame Maschinenpark aller Werkstätten sowie ein zentraler Wasch- und Reinigungsplatz für alle Bauteile, die aus dem Streckennetz zur Überarbeitung in die Werkstätten kommen.

Von Weichenantrieben über großformatige Kabeltrommeln bis hin zu Glasscheiben für Fahrplankästen finden sich sämtliche Ersatzteile, die der Geschäftsbereich Fahrweg benötigt, im nördlich an das große Büro- und Werkstattgebäude angrenzenden Lager. Ein Teil der rund 40 Einsatzfahrzeuge kann in der südlich gelegenen Servicehalle frostfrei untergebracht werden. Dazu gehören Winterdienstfahrzeuge ebenso wie Turmwagen, Weichenreiniger, Kehrmaschinen oder Kurvenschmierer. Für die Gleisbiegemaschine ist im Hof eigens eine Maschinenhalle errichtet worden. Sie beherbergt auch den 22 Tonnen schweren Schienenhobel und die Schienensäge. Der rund 4.000 Quadratmeter große Hof bietet genügend Platz für Schienen- und Schwellenlager, Gleisbau- und Gleismontageplatz, Mastlager und Containerplatz. Für den Schleifwagen wurden Gleise verlegt. Ein überdachter Abstellplatz für Fahrzeuge sowie ein Salzsilo für den Winterdienst runden die Bebauung ab.

Die Werkstätten und Büroräume des Geschäftsbereichs Fahrweg haben sich zuletzt auf elf Gebäudekomplexe und rund 36.000 Quadratmeter Grundstücksfläche auf dem Grundstück an der Maximilianstraße verteilt. Die Wegstrecken zwischen den einzelnen Abteilungen und Werkstätten waren extrem lang und die Verkehrsflächen unverhältnismäßig groß. Die Funktionalität der teilweise über 100 Jahre alten Gebäude ließ zudem zu wünschen übrig. „Die Mitarbeiter freuen sich darauf, in einem Gebäude zu arbeiten, das auf dem neuesten Stand der Technik ist“, fasst Projektleiter Florian Gräf erste Reaktionen auf den Neubau zusammen.
Abbruch in der Maximilianstraße

Aber auch auf dem Gelände an der Maximilianstraße tut sich etwas. Sobald die Werkstätten in der Maximilianstraße nach dem Umzug geräumt sind, beginnt Mitte April der Abbruch der alten Wagenhallen. Dort wird zunächst ein provisorischer Parkplatz angelegt, der eine Zufahrt von der Fürther Straße bekommt. Erst wenn dieser Parkplatz nutzbar ist, werden die restlichen Gebäude abgebrochen. Es folgt eine Bodensanierung, bevor die 20.000 Quadratmeter, die der Freistaat Bayern von der VAG erworben hat, zum 31. Dezember 2010 übergeben werden sollen.

Unmittelbar nach dem Abbruch der Gebäude beginnt die VAG im vorderen Grundstücksbereich, zur Maximilanstraße hin, damit, den Anbau hinter der Fahrtreppen-Werkstatt als Lager umzubauen, im Hof ein Raumzellengebäude – ein Containerbau – für zusätzlich benötigte Büros und Besprechungsräume zu errichten sowie einen neuen Parkplatz mit Zufahrten von der Fürther Straße und der Buswendeschleife anzulegen.

Rund 90 Mitarbeiter, darunter die gesamte Planungsabteilung sowie die Meistereien, die sich hauptsächlich um die Instandhaltung der U-Bahn-Anlagen kümmern, bleiben am alten Standort. Sie haben ihre Werkstätten und Büros in dem Gebäude, das direkt an der Maximilianstraße liegt und weiterhin von der VAG genutzt wird. Für die Ertüchtigung des verbleibenden Geländes an der Maximilianstraße entstehen Kosten in Höhe von rund 650.000 Euro, die Räumung der Flächen sowie die Bodensanierung kosten rund zwei Millionen Euro. Für die VAG lohnt sich der Neubau dennoch, da die alten Gebäude an der Maximilianstraße stark sanierungsbedürftig waren und teilweise ungenutzt leer standen.

„Langfristig gesehen werden die Synergieeffekte und die Effizienzsteigerung für Kosteneinsparungen sorgen“, bekräftigte Herbert Dombrowsky in seiner Ansprache anlässlich der Eröffnung des neuen Werkstätten- und Bürogebäudes in der Heinrich-Alfes-Straße. Die veranschlagte Bausumme für dieses Gebäude in Höhe von acht Millionen Euro wurde nur geringfügig um 2,5 Prozent überschritten; ein Indiz für gute Planung und konsequente Bauüberwachung.

„Dass der Neubau so zügig umgesetzt werden konnte, ist auch der Tatsache zu verdanken, dass der Auftraggeber VAG und die Bauplaner innerhalb eines Mutterkonzerns zusammenarbeiten“, erläuterte Dombrowsky weiter. „Unter dem Dach des StWN-Konzerns waren die Abstimmungswege kurz und die Zusammenarbeit sehr kollegial.“ Das bestätigte auch Johann Schneider, der als Architekt für den Neubau verantwortlich zeichnet. „Trotz einiger organisatorischer Veränderungen bei den Städtischen Werken haben wir unsere eigentlichen Aufgaben nie aus den Augen verloren.“ Als das Projekt begonnen wurde, arbeiteten die Bauplaner noch bei der impleaPlus GmbH, einem Tochterunternehmen der N-ERGIE Aktiengesellschaft, inzwischen sind alle immobilienbezogenen Aufgaben beim jüngsten Tochterunternehmen der Städtischen Werke, der Wohnungsbaugesellschaft wbg gebündelt.

Schneider zeigte sich darüber hinaus überzeugt davon, dass dank der guten Vorbereitung durch die Projektleitung und der intensiven Einbindung der Mitarbeiter des Geschäftsbereichs Fahrweg in der Projektphase keine lange Eingewöhnung nötig sein wird, um an den neuen Arbeitsplätzen in der Heinrich-Alfes-Straße in gewohnter Qualität die Aufgaben zu erledigen

Quelle: VAG-Presseinformation

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Re: Termingerechter Bezug des Neubaus für den Geschäftsbereich Fahrweg im Betriebshof Heinrich-Alfes-Straße
geschrieben von: Daniel Vielberth ()
Datum: 16. März 2010 18:50

Zwar Schade um die alten Hallen der Maxi, aber besser wirds so wohl sein. Hoffenltich darfman das dann auch mal besichtigen.

Gruß Daniel Vielberth

Wir leben im stillen Krieg

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