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VAG will Fahrgäste in der U-Bahn besser informieren
geschrieben von: Gleistreff - Redaktion ()
Datum: 25. September 2009 12:55

Es ist nicht zu überhören: An den Nürnberger U-Bahnhöfen Plärrer, Weißer Turm und Lorenzkirche gibt es für die Fahrgäste seit heute, Freitag, 25. September 2009 mehr und besser verständliche Ansagen als bisher. Die VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft will so die Kundeninformation deutlich verbessern und zudem einer EU-Norm zur Evakuierung der Fahrgäste im Gefahrenfall genügen. Nach einer ersten Phase mit bereits weitgehenden Maßnahmen werden noch einmal akustische Messungen an den bereits umgebauten Bahnhöfen gemacht, ggf. weitere Maßnahmen beschlossen und durchgeführt, die die Qualität der Ansagen noch einmal heben. Dann werden Schritt für Schritt alle U-Bahnhöfe umgerüstet. Die Maßnahmen werden vom Freistaat Bayern und der Stadt Nürnberg finanziert und von der VAG geplant und umgesetzt. Bis Ende 2010 sollen die Fahrgäste an allen U-Bahnhöfen den neuen Standard vorfinden. Grundsätzlich folgen nach den U2- und U3-Bahnhöfen die U1-Bahnhöfe. Ausnahmen – wie jetzt mit Weißem Turm und Lorenzkirche – sind ggf. aus betrieblichen Gründen erforderlich.

Das Thema Verständlichkeit der Durchsagen hat die Fahrgäste und die VAG seit Jahren beschäftigt. Ein ganzes Bündel an Einzelmaßnahmen soll nun die Sprachqualität deutlich verbessern, jeweils abgestimmt auf den einzelnen U-Bahnhof. „An jedem Bahnhof ist die Situation anders. Das liegt einmal am Alter der Bahnhöfe und dem Stand der Technik zur Bauzeit, aber auch am Bauwerk selbst. Teils wird hier aufgrund der raumakustischen Situation und der architektonischen Gestaltung die Sprachverständlichkeit durch den Nachhall erheblich beeinträchtigt. Wir haben die Situation für jeden Bahnhof erfasst und die notwendigen Maßnahmen in Absprache mit Akustikern und der Technischen Aufsichtsbehörde bei der Regierung von Mittelfranken festgelegt“, berichtet Martin Thomys, der für das Projekt zuständige Ingenieur bei der VAG.

Neue Datenkommunikationstechnik, die sich in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt hat und von der Firma PKE Deutschland GmbH, Fürth, geliefert wurde, sorgt künftig für eine deutlich bessere Tonqualität. Alle Standardansagen wurden in einem professionellen Tonstudio mit einem Schauspieler aufgenommen und liegen nun in CD-Qualität vor. Dieser hat von der Ankündigung des nächsten Zuges bis hin zur Störung Texte für den Ansagenspeicher eingesprochen. Um die Chance zu erhöhen, dass auch während der Zugeinfahrten die wichtigsten Informationen ankommen oder erschlossen werden können, sind die Texte langsamer als normal gesprochen.

Die Möglichkeiten, Ansagen zu speichern und zu programmieren, wann welche Ansage zum Zug kommt, sind dank neuer Technik erheblich gestiegen. Die Mitarbeiter der Zentralen Serviceleitstelle machen nur noch dann Durchsagen via Mikrofon, wenn es zu kurzfristigen Änderungen im Fahrplan kommt oder ganz spezielle Hinweise gegeben werden müssen. Auch hier wurde die Technik erneuert und gewährleistet bessere Durchsagen. Die Mitarbeiter der Leitstelle haben zudem eine Schulung erhalten. Als weitere Maßnahme wurden und werden soweit notwendig die Lautsprecherpositionen optimiert, weitere Lautsprecher ergänzt oder ältere Modelle komplett ausgetauscht.

Das gesamte System ist weitgehend redundant aufgebaut, um die Ausfallsicherheit zu erhöhen. Insbesondere im Notfall ist das wichtig, um sicherzustellen, dass die Fahrgäste in jedem Fall über Lautsprecher angesprochen werden können.

Die Anlagen am Plärrer, Weißen Turm und an der Lorenzkirche sowie an allen folgenden U-Bahnhöfen werden vom TÜV im Auftrag der Technischen Aufsichtsbehörde (TAcool smiley nach BO Strab – das ist die Betriebsordnung für Straßenbahnen, die in Deutschland auch für U-Bahnen gilt – abgenommen. Gegebenenfalls ergeben die Messungen, dass noch weitere Maßnahmen notwendig sind, wie eben der Einbau schallschluckender Dämmmaterialien. Dabei wird auch überprüft, ob die Sprachverständlichkeit ausreichend ist. Grundsätzlich schneiden die neuen U-Bahnhöfe besser ab als die alten, weil Planer und Architekten der Akustik inzwischen mehr Aufmerksamkeit widmen.

Die Gutachter haben mit Blick darauf, dass die Ansagen in jedem Fall verständlich sein sollen, darauf bestanden, dass die Lautstärke eher nach oben denn nach unten orientiert ist. Denn auch wenn Züge einfahren, müssen die Ansagen verständlich sein, auch für jene, die schlechter hören als der Durchschnitt. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die jetzigen Vorgaben bereits reichen oder ob an der Grundeinstellung noch etwas geändert werden muss. In jedem Fall aber ist das System in der Lage, von sich aus nachzuregulieren. Hierzu wird an den Bahnhöfen der Lärmpegel für die Umgebungsgeräusche ständig gemessen und im Falle einer mehr als kurzfristigen Erhöhung kommen die Durchsagen quasi automatisch lauter als zuvor.

Die Gesamtkosten für die Modernisierung und Verbesserung der Lautsprecheranlagen und -durchsagen belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro. 70 Prozent der Kosten werden vom Freistaat Bayern übernommen. Die VAG trägt rund 150.000 Euro, die für Ersatzteile, die Schulung der Mitarbeiter und den Abschluss eines Wartungsvertrages anfallen.

VAG setzt auf Information
Mit vielen sich ergänzenden Aktivitäten hat die VAG in den vergangenen Jahren die bessere Information der Fahrgäste ins Visier genommen. Eine ganze Reihe davon ist bereits umgesetzt. Dazu gehören beispielsweise mehr Informationsangebote für die Fahrgäste von der Kundenzeitung, über die Abo-Kunden-Info bis hin zum Internet, wo z. B. seit kurzem auch Informationen über eventuelle Störungen bei den Aufzügen zu finden sind. Dazu gehören umfassende Informationen zu Baustellen, über die Medien, gedruckte Broschüren, aber auch vor Ort. Und in jedem Fall auch KundenCenter und Servicetelefon, über die die VAG heute wesentlich besser und im Falle des Servicetelefons auch rund um die Uhr persönlich erreichbar ist. Weitere Infomöglichkeiten sind die Anzeigetafeln an Haltestellen und Bildschirme in Fahrzeugen sowie Infomöglichkeiten übers Handy. Die VAG wird auch in den nächsten Jahren die Informationsmöglichkeiten ausbauen und noch aktuellere Infos anbieten, eben auch über die optimierte Lautsprecheranlage.

Quelle: VAG-Presseinformation

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Re: VAG will Fahrgäste in der U-Bahn besser informieren
geschrieben von: Daniel Vielberth ()
Datum: 25. September 2009 13:59

Hoffentlich gehören auch mehr Umsteigehinweise in der U-Bahn dazu.

Gruß Daniel Vielberth

Wir leben im stillen Krieg

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Re: VAG will Fahrgäste in der U-Bahn besser informieren
geschrieben von: Christian ()
Datum: 25. September 2009 13:59

Ja mal schauen.

Viele Grüße
Christian


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