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Neues Betriebskonzept auf den U-Bahn-Linien U2 und U3 ab 2. Januar
geschrieben von: Gleistreff - Redaktion ()
Datum: 30. Dezember 2009 09:02

Zum Samstag, 2. Januar 2010 stellt die VAG Verkehrs- Aktiengesellschaft Nürnberg die U-Bahn-Linien U2 (Röthenbach - Ziegelstein bzw. Flughafen) und U3 (Gustav-Adolf-Straße - Maxfeld) auf ein neues Betriebskonzept um. Die Takte werden kürzer und es fahren Kurz- und Langzüge im Wechsel, je nach den benötigten Kapazitäten.

Neuer Takt auf den Linien U2 und U3
Ab Januar 2010 verkehren auch auf der U-Bahn-Linie U2 überwiegend automatische U-Bahn-Züge. Die U-Bahn-Linien U2 und U3 starten daher am 2. Januar mit einem neuen Betriebskonzept, das im Laufe des Jahres 2010 im Zuge weiterer Systemverbesserungen noch verfeinert wird.

Montag bis Freitag zwischen 12.45 und 17.45 Uhr wird der dichteste Takt geboten. Die U2 und U3 starten dann an ihren Endbahnhöfen alle vier Minuten. Dies ergibt in der Überlagerung auf der Stammstrecke alle zwei Minuten eine Verbindung. Zu allen anderen Tageszeiten fahren die U2 und U3 im Fünf-Minuten-Takt (150-Sekunden-Takt auf der Stammstrecke) bzw. im Zeitraum von 21.00 bis 0.45 Uhr im Zehn- Minuten-Takt auf den Außenästen und Fünf-Minuten-Takt auf der Stammstrecke. Die eingleisige Strecke zwischen Ziegelstein und Flughafen kann jedoch im Vier- und Fünf- Minuten-Takt auf den Außenästen nur mit jeder zweiten Fahrt, also alle acht bzw. zehn Minuten, bedient werden.Samstags gilt für die Nebenverkehrszeiten (5.00 bis 9.00 Uhr und 21.00 bis 0.45 Uhr) ein Zehn-Minuten-Takt, in der Überlagerung also ein Fünf-Minuten-Takt. Von 9.00 bis 21.00 Uhr fahren die Bahnen die Bahnhöfe alle vier Minuten auf den Außenästen und alle zwei Minuten im Innenstadtbereich an. Sonn- und feiertags variiert das Angebot zwischen einem 20-Minuten-Takt für die U2 und U3 in der Zeit von 5.00 bis 8.00 Uhr und einem Fünf-Minuten-Takt für die U2 bzw. Zehn- Minuten-Takt für die U3, jeweils in der Zeit von 11.00 bis 21.00 Uhr. Nach 21.00 Uhr entspricht das Angebot dem der übrigen Wochentage (Zehn-Minuten-Takt auf jeder Linie).

Überwiegend Kurzzüge im Einsatz
Nicht ganz neu, aber in den letzten Jahren den Fahrgästen der VAG nicht mehr geläufig, ist der geplante Kurzzugbetrieb, den die VAG bereits seit Oktober in den Abendstunden und an den Wochenenden angeboten hat. So werden auf der U3 künftig ausschließlich Kurzzüge fahren, auf der U2 in Zeiten mit hohem Fahrgastwechsel nur Langzüge, in Übergangszeiten Kurz- und Langzüge im Wechsel und in weniger frequentierten Zeiten nur Kurzzüge. Ob die Züge im Kurzoder Langzugbetrieb fahren, signalisieren den Fahrgästen die Symbole an den Anzeigetafeln in den U-Bahn-höfen. In welchem Bereich die Züge am Bahnsteig halten, zeigen schwarz-weiß gestreifte Markierungen im Gleisbereich. Für die Fahrgäste ist es wichtig, sich bereits vor Einfahrt des Zuges an die richtige Position am Bahnsteig zu stellen, zum Aus- und Einsteigen alle Türen zu benutzen und ins Wageninnere aufzurücken. Das gilt insbesondere für die weniger frequentierten Türen in der Zugmitte. In der Anfangszeit werden Mitarbeiter der VAG die Fahrgäste vor Ort und mittels Lautsprecherdurchsagen auf den Kurzzugbetrieb aufmerksam machen. Zudem werden die Fahrgäste via Infobroschüren über diese Neuerung informiert.

Aus den Erfahrungen lernen
Nach der Inbetriebnahme der automatischen Linie U3 im Juni 2008 verlief der U-Bahn-Betrieb sowohl auf der Linie U3 als auch auf der Linie U2, mit der sich die U3 einen Streckenabschnitt teilt, nahezu reibungslos. Im Dezember 2009 machten der VAG und vor allem ihren Fahrgästen einzelne Störungen auf den beiden Linien zu schaffen. Die Ursachen dafür waren einerseits konventioneller Art, das heißt manuell gesteuerte Züge älteren Baujahrs hatten technische Defekte oder Weichen entlang der Strecke bereiteten Probleme. Andererseits hatten Automatikzüge Störungen an den Türen, den Schiebetritten sowie mit dem so genannten Bahnräumer, der sich unter den Zügen befindet. Das System reagierte bei diesen Störungen immer wie es sollte, nämlich zur sicheren Seite, indem es die Züge stoppte. Darunter litt allerdings die Verfügbarkeit des Systems, was die Fahrgäste zeitweise zu spüren bekamen. Die VAG hat alle Störungen genau analysiert und arbeitet zusammen mit dem Hersteller daran, diese künftig zu minimieren. Zudem sensibilisiert sie nochmals alle Mitarbeiter, die Schlüsselrollen für den automatischen Betrieb innehaben, für die Bedürfnisse der Fahrgäste. So sollen die Informationen für die Fahrgäste im Störungsfall nochmals deutlich verbessert werden. Dr. Rainer Müller, Vorstand Markt und Technik der VAG, wirbt jedoch auch um ein wenig Geduld auf Seiten der Fahrgäste für die neue Betriebsform und die erforderliche Optimierungsphase des Systems, die im letzten Schritt nur im betrieblichen Alltag erfolgen kann: "Was wir hier in Nürnberg derzeit realisieren ist eine Weltneuheit. Wir stellen eine konventionell betriebene U-Bahn-Linie unter rollendem Rad auf Automatikbetrieb um. Für einen solchen Quantensprung in der Modernisierung und Optimierung unseres U-Bahn-Systems gäbe es – und gab es bisher – nur eine Alternative: den Betrieb auf der Linie U2 parallel zum Bau der Linie U3 für einige Jahre komplett einzustellen. So gesehen bleibt jede Störung ärgerlich, ist in der Relation aber mit anderen Maßstäben zu bewerten. Und wenn die U2 erst einmal ebenfalls komplett auf Automatikbetrieb umgestellt ist, dann werden die Störungen, mit denen wir in letzter Zeit zu kämpfen hatten, immer weniger werden und unsere Kunden werden die Vorteile der automatischen U-Bahn sicher zu schätzen lernen."

Quelle: VAG-Presseinformation

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Re: Neues Betriebskonzept auf den U-Bahn-Linien U2 und U3 ab 2. Januar
geschrieben von: dirk1970 ()
Datum: 30. Dezember 2009 09:21

Trotz dichteren Taktes in der HVZ ist das eine Kapazitätsverringerung durch die Kurzzüge, es wird also noch enger werden.
Warum muss man ein über Jahre bewährtes Langzugkonzept verschlimmbessern?

Gruß
Dirk.

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Re: Neues Betriebskonzept auf den U-Bahn-Linien U2 und U3 ab 2. Januar
geschrieben von: Daniel Vielberth ()
Datum: 30. Dezember 2009 10:52

> Für einen solchen Quantensprung in der Modernisierung und Optimierung unseres
> U-Bahn-Systems gäbe es – und gab es bisher – nur eine Alternative: d


Ich muss über die Formulierung Quantensprung schmunzeln: Jüngst bei einem Kabarettprogram wurde das erklärt: Quantensprung ist die kleinstmögliche Physikalische Zusatndsänderung, meist von einem höheren auf ein niedrigeres Energieniveau... Irgendwie vielsagend, oder?

Gruß Daniel Vielberth

Wir leben im stillen Krieg

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Re: Neues Betriebskonzept auf den U-Bahn-Linien U2 und U3 ab 2. Januar
geschrieben von: Christian ()
Datum: 30. Dezember 2009 12:45

Ich bin ja mal gespannt wie sich die Kurzzüge auf den Abschnitt zum Flughafen auswirkt, vermutlich werden dann auch da die Züge voller, wobei meist etwas seltener überhaupt Fahrgäste Richtung Flughafen fahren, aber wenn dann sind es meist wirklich viele die eben dann in Urlaub oder sonstiges fliegen.

Viele Grüße
Christian


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